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Ausstellung „Gesicht zeigen“ im JUZ

Vom 31. August bis 11. September 2026 besuchten die Klassen der Gesamtschule am Gluckenstein die Ausstellung „Gesicht zeigen – gegen Rassismus und Antisemitismus“ im Jugendzentrum Oberste Gärten in Bad Homburg.

Die Ausstellung von PINOT – jüdische Bildungsbausteine stellt Menschen in den Mittelpunkt, die unterschiedliche Formen von Diskriminierung erfahren haben und sich zugleich für Gerechtigkeit, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander engagieren. Porträtiert werden Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, darunter der Musiker Moses Pelham, zwei Imame, eine Dragqueen sowie Esther Bejarano, Überlebende der NS-Verfolgung und engagierte Kämpferin gegen Antisemitismus. Auch Dominique Baltas, Überlebender des rassistischen Anschlags von Hanau im Jahr 2020, ist Teil der Ausstellung. Die eindrucksvollen Fotografien stammen von Rafael Herlich.

Für unsere Schülerinnen und Schüler bot die Ausstellung die besondere Gelegenheit, sich intensiv mit den Themen Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und demokratisches Miteinander auseinanderzusetzen. Täglich besuchten mehrere Klassen das Jugendzentrum und nahmen an einer Führung mit Niko Deeg, Geschäftsführer von PINOT – jüdische Bildungsbausteine, teil.

Während der Führung stellte Niko Deeg einzelne porträtierte Personen und ihre persönlichen Geschichten vor. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler die Ausstellung selbstständig erkunden. Ergänzende Audioaufnahmen ermöglichten weitere Einblicke in die Lebenswege und das gesellschaftliche Engagement der dargestellten Menschen.

Gerade durch die persönlichen Geschichten wurde deutlich, welche Auswirkungen Ausgrenzung und Diskriminierung auf Menschen haben können. Gleichzeitig zeigte die Ausstellung, dass die Porträtierten weit mehr sind als die Diskriminierungserfahrungen, die sie gemacht haben. Viele von ihnen engagieren sich aktiv für andere und setzen sich für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft ein.

Die Ausstellung regte dazu an, Vorurteile und vorschnelle Zuschreibungen zu hinterfragen. Besonders in einer Zeit, in der Menschen auch in sozialen Medien häufig auf einzelne Merkmale oder vermeintliche Gruppenzugehörigkeiten reduziert werden, ist es wichtig, einander mit Offenheit, Respekt und Interesse zu begegnen.

Das Projekt entstand durch die Zusammenarbeit der Stadt Bad Homburg, der DEXT-Fachstelle für Demokratieförderung und Extremismusprävention, des Jugendzentrums Oberste Gärten, der Gesamtschule am Gluckenstein und PINOT – jüdische Bildungsbausteine. Auf Seiten unserer Schule war insbesondere Johannes Seel an der Umsetzung beteiligt.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die unseren Schülerinnen und Schülern diese besondere Form der politischen Bildung ermöglicht haben. Die Ausstellung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, einander zuzuhören, persönliche Geschichten kennenzulernen und gemeinsam Verantwortung für ein respektvolles und vielfältiges Zusammenleben zu übernehmen.